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Was ist der Unterschied zwischen Apostille und Legalisation

Beide Verfahren verfolgen dasselbe Ziel: Ihrem georgischen Dokument im Ausland Rechtswirkung zu verleihen. Der Unterschied zwischen ihnen ist aber enorm - das eine ist ein einziger Stempel und ein paar Tage, das andere eine Kette mehrerer Behörden und oft Wochen. Und welches Sie brauchen, hängt nicht von Ihnen ab: Das bestimmt das Empfangsland.

Eine Frage entscheidet alles: Ist das Empfangsland Mitglied des Haager Übereinkommens von 1961? Wenn ja, genügt eine Apostille. Wenn nicht, ist eine konsularische Legalisation erforderlich.

Georgien ist Mitglied dieses Übereinkommens. Ein georgisches Dokument mit Apostille wird daher automatisch in allen anderen Mitgliedstaaten des Übereinkommens anerkannt - darunter Deutschland, Frankreich, die USA, Italien, die Türkei und mehr als hundert weitere Staaten.

Apostille - ein einziger Stempel

Die Apostille ist eine vereinfachte Form der internationalen Legalisation. Es handelt sich um einen besonderen Stempel, der auf dem Dokument angebracht oder ihm beigefügt wird und drei Dinge bestätigt: die Echtheit der Unterschrift, die Befugnis der Person, die unterschrieben hat, und die Echtheit des Siegels.

Was eine Apostille nicht bestätigt: die Richtigkeit des Dokumentinhalts und - was besonders oft verwechselt wird - die Qualität der Übersetzung. Eine Apostille sagt nur, dass dieses Siegel einer echten georgischen Behörde gehört.

Der Vorteil liegt auf der Hand: ein Verfahren, in der Regel eine Behörde, eine vergleichsweise kurze Frist. Ein Dokument mit Apostille gilt in jedem Mitgliedstaat des Übereinkommens - ein eigenes Verfahren für jedes Land ist nicht nötig.

Die staatliche Gebühr für eine Apostille hängt davon ab, wie schnell Sie sie brauchen. Das ist nicht unser Tarif - es ist eine vom Staat festgesetzte Gebühr, und sie wird für jedes Dokument gesondert erhoben.

Konsularische Legalisation - eine Kette von Behörden

Wenn das Land, in dem Sie das Dokument vorlegen wollen, nicht Mitglied des Haager Übereinkommens ist, hilft Ihnen eine Apostille nicht - sie wird dort schlicht nicht anerkannt. In diesem Fall ist eine konsularische Legalisation erforderlich.

Es ist ein mehrstufiges Verfahren, und vor allem prüft jede Stufe die vorherige. Die übliche Reihenfolge sieht so aus:

Stufe 1. Übersetzung und notarielle Beglaubigung des Dokuments.

Stufe 2. Beglaubigung durch das Außenministerium Georgiens.

Stufe 3. Abschließende Beglaubigung durch das Konsulat des Landes, in dem das Dokument vorgelegt werden muss.

Gerade die dritte Stufe ist am wenigsten vorhersehbar: Das Konsulat hat seinen eigenen Terminplan, seine eigenen Anforderungen und oft auch eigene Fristen. Manche Konsulate befinden sich nicht in Tiflis, und das Dokument muss in ein Nachbarland geschickt werden - das ist eine weitere Woche.

Zur Planung: Dauert eine Apostille Tage, dauert eine Legalisation Wochen. Ist Ihr Empfangsland nicht Mitglied des Übereinkommens, müssen Sie das Verfahren zwei bis drei Wochen früher beginnen, als Sie gedacht hätten.

Der Vergleich auf einen Blick

Apostille

  • In Mitgliedstaaten des Haager Übereinkommens
  • Ein Stempel, in der Regel eine Behörde
  • Frist: einige Tage
  • Eine Gebühr pro Dokument
  • Gilt in allen Mitgliedstaaten zugleich

Konsularische Legalisation

  • In Ländern, die nicht Mitglied des Übereinkommens sind
  • Eine Kette mehrerer Behörden
  • Frist: in der Regel Wochen
  • Mehrere Gebühren, je nach Stufe
  • Gilt nur für dieses eine Land

Was beide gemeinsam haben

  • Beide betreffen das Dokument, nicht die Qualität der Übersetzung
  • Beide erfordern das Original oder eine notariell beglaubigte Kopie, keine Fotokopie
  • Beide erfolgen im Ausstellungsland
  • Beide kommen meist vor der Übersetzung oder zusammen mit ihr
  • Beide erfordern eine Planung im Voraus

Der teuerste Fehler ist in beiden Fällen derselbe: Man lässt zuerst übersetzen und notariell beglaubigen und stellt dann fest, dass die Apostille oder Legalisation auf das Original gehört hätte. Am Ende wird alles noch einmal gemacht. Bevor Sie den ersten Lari bezahlen, stellen Sie eine Frage: Ist das Empfangsland Mitglied des Haager Übereinkommens?

Welche Behörde in Georgien was erledigt

Das hängt von der Art des Dokuments ab, und genau hier geht gewöhnlich Zeit verloren - man geht zur falschen Behörde.

Bildungsdokumente - Diplom, Schulabschlusszeugnis, Notenübersicht, Diploma Supplement. Die Apostille auf diesen Dokumenten bringt in der Regel das Nationale Zentrum für Qualitätsentwicklung in der Bildung (NCEQE) an.

Personenstandsurkunden - Geburts-, Heirats- und Scheidungsurkunden. Dafür ist das Haus der Justiz (Public Service Hall) zuständig.

Führungszeugnis - die Apostille bringt die Serviceagentur des Innenministeriums (MIA Service Agency) an, die das Zeugnis ausgestellt hat. Eine Apostille kann auch auf einem elektronisch ausgestellten Zeugnis beantragt werden.

Notarielle Urkunden - Vollmachten, Einverständniserklärungen, notariell beglaubigte Dokumente. Ebenfalls das Haus der Justiz.

Medizinische Dokumente - hier gibt es mehr Varianten, und oft ist zuerst eine Bestätigung durch die ausstellende Einrichtung nötig.

Wenn Sie nicht wissen, an welche Behörde Sie sich wenden sollen, rufen Sie uns an, bevor Sie losgehen. Ein Anruf erspart einen Behördengang. Auf Wunsch können wir außerdem das gesamte Verfahren per Vollmacht übernehmen - Sie übergeben uns nur das Dokument und erhalten ein fertiges Paket.

Fünf Fehler, die am meisten kosten

1. Die falsche Reihenfolge. Das Dokument wurde zuerst übersetzt und notariell beglaubigt, die Apostille kam erst danach. Dadurch erscheint der Apostillenstempel nicht in der Übersetzung, und der Empfänger sieht ein Dokument, dessen beglaubigender Teil in einer Sprache steht, die er nicht versteht. Alles wird noch einmal gemacht.

2. Ein altes Dokument. Die Apostille wurde auf einer vor zehn Jahren ausgestellten Urkunde angebracht, während der Empfänger einen neu ausgestellten Auszug verlangt. Apostille und Gebühr waren umsonst.

3. Ein beschädigtes oder laminiertes Dokument. Auf einem laminierten Dokument lässt sich eine Apostille oft nicht anbringen, weil der Stempel physisch aufgebracht werden muss. Viele glauben, die Laminierung schütze das Dokument - tatsächlich macht sie es für amtliche Verfahren oft unbrauchbar.

4. Eine Kopie statt des Originals. Eine Apostille wird auf dem Original oder auf einer notariell beglaubigten Kopie angebracht - niemals auf einer einfachen Fotokopie.

5. Vermutungen darüber, was der Empfänger verlangt. „Ein Bekannter hat es so gemacht“ ist der teuerste Satz in diesem Bereich. Die Anforderungen ändern sich je nach Land, Behörde und Jahr. Die einzige verlässliche Quelle sind die schriftlichen Hinweise des Empfängers.

So machen Sie es richtig

1

Informieren Sie sich über das Empfangsland

Ist es Mitglied des Haager Übereinkommens oder nicht? Diese eine Frage bestimmt alles: das Verfahren, die Frist und die Kosten.

2

Lesen Sie die Anforderung des Empfängers

Die Hinweise der Universität, die Seite des Konsulats oder das Schreiben des Arbeitgebers. Oft steht genau dort, welche Beglaubigung das Original braucht und in welcher Form die Übersetzung vorliegen muss.

3

Erst die Beglaubigung, dann die Übersetzung

Die Apostille oder die erste Stufe der Legalisation kommt auf das Original. Die Übersetzung folgt danach, damit auch der Stempel darin wiedergegeben wird.

4

Planen Sie die Frist realistisch

Für eine Apostille - Tage. Für eine Legalisation - Wochen. Wenn Sie einen festen Termin haben, rechnen Sie von ihm aus rückwärts und planen Sie einen Puffer ein.

Woraus sich die Gesamtkosten zusammensetzen

Es gibt drei voneinander unabhängige Bestandteile, und wer sie verwechselt, verplant sich meistens beim Budget. Erstens - die Kosten der Übersetzung: Sie gehen an uns und werden nach Ansicht des Materials vereinbart. Zweitens - die Notargebühr, die gesetzlich festgelegt ist. Drittens - die staatlichen und konsularischen Gebühren für Apostille oder Legalisation.

Wir nennen Ihnen alle drei vorab, in einer einzigen Antwort. Der Grund ist praktisch: Oft erfährt ein Kunde den Preis der Übersetzung, bezahlt ihn und stellt erst dann fest, dass die Gebühren einen erheblichen Teil des Budgets ausmachen - vor allem, wenn es um ein Paket aus vier oder fünf Dokumenten geht und die Apostille für jedes einzelne gesondert berechnet wird.

Bei einer Legalisation kommt noch die Konsulargebühr hinzu, und die unterscheidet sich von Land zu Land erheblich. Orientierung zu den Übersetzungspreisen: Übersetzungspreise.

Sie sind nicht sicher, ob Sie eine Apostille oder eine Legalisation brauchen? Rufen Sie uns an - anhand des Empfangslandes nennen wir Ihnen kostenlos das Verfahren, die Reihenfolge und die realistische Frist.

Anrufen: 501 113 200

Häufig gestellte Fragen

Kann man eine Apostille online erledigen?

Auf einem Papierdokument wird die Apostille im Haus der Justiz (Public Service Hall) angebracht; Georgien stellt außerdem elektronische Apostillen aus. Ihre Anwesenheit ist jedoch nicht erforderlich: Sie übergeben uns das Dokument per Kurier oder per Vollmacht, wir kümmern uns um das Verfahren und schicken Ihnen das fertige Paket zurück. Für Menschen in den Regionen und im Ausland ist das der Standardweg.

Bei welcher Behörde wird die Apostille angebracht?

Das hängt von der Art des Dokuments ab. Bei Bildungsdokumenten - in der Regel beim Nationalen Zentrum für Qualitätsentwicklung in der Bildung. Bei Personenstandsurkunden und notariellen Dokumenten - im Haus der Justiz. Beim Führungszeugnis - bei der Serviceagentur des Innenministeriums, die es ausgestellt hat. Bei medizinischen Dokumenten ist oft zuerst eine Bestätigung durch die ausstellende Einrichtung nötig. Rufen Sie uns an, bevor Sie losgehen - ein Anruf erspart einen Behördengang.

Kommt die Apostille auf das Original oder auch auf die Übersetzung?

Das hängt vom Land ab, und genau deshalb ist es wichtig, die Anforderung des Empfängers zu lesen. In den meisten Fällen wird die Apostille auf dem Original angebracht und die Übersetzung danach angefertigt. Manche Länder wollen jedoch zusätzlich die Übersetzung selbst bestätigt haben, doch in Georgien wird eine notariell beglaubigte Übersetzung nicht apostilliert - die Apostille kommt auf das Original (oder seine notariell beglaubigte Kopie). Braucht der Empfänger auch eine Bestätigung der Übersetzung, kann die Agentur für die Entwicklung öffentlicher Dienstleistungen das Dokument selbst in eine von acht Sprachen übersetzen und ihre eigene Übersetzung apostillieren; oder fragen Sie den Empfänger, ob unsere notariell beglaubigte Übersetzung neben dem apostillierten Original genügt.

Wie lange ist eine Apostille gültig?

Die Apostille selbst hat kein Ablaufdatum. Eine Gültigkeitsdauer hat das Dokument, auf dem sie angebracht ist. Ein Führungszeugnis gilt meist einige Monate, und seine Apostille bleibt ebenso lange gültig. Eine Geburtsurkunde läuft nicht ab, doch manche Behörden verlangen einen neu ausgestellten Auszug.

Kann ich in Georgien eine Apostille auf ein ausländisches Dokument bekommen?

Nein. Eine Apostille wird nur in dem Land angebracht, das das Dokument ausgestellt hat. Auf ein deutsches Dokument - in Deutschland, auf ein türkisches - in der Türkei. Danach werden die Übersetzung ins Georgische und die notarielle Beglaubigung in Georgien erledigt. Hat ein ausländisches Dokument keine Apostille, nimmt eine georgische Behörde oft auch die Übersetzung nicht an.

Wie lange dauert eine Legalisation?

Deutlich länger als eine Apostille. Das Verfahren läuft über mehrere Behörden mit jeweils eigenem Terminplan, und die letzte Stufe hängt vom Konsulat ab. Ist das Empfangsland nicht Mitglied des Übereinkommens, planen Sie Wochen ein, nicht Tage. Rufen Sie uns zu Ihrem konkreten Land an, und wir nennen Ihnen die tatsächlichen Stufen.

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TARGMANEBI

TARGMANEBI - Apostille, konsularische Legalisation und notariell beglaubigte Übersetzung. Wir prüfen, welches Verfahren für das Empfangsland nötig ist, übernehmen es per Vollmacht und stellen ein fertiges Paket für die Vorlage im Ausland zusammen - 501 113 200.

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